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Die innere Reise - von Stefi



Der Reiseführer

Grundlagen, die gut sind zu wissen

 

Es gibt 4 Ebenen der Wahrnehmung:

 

- Ebene des Verstandes (Gedanken, Bilder, Vorstellungen, Konzepte)

- Ebene des Körpers (Körperempfindungen, Energien, Sinneserfahrungen)

- Ebene der Gefühle (Gefühle: Angst, Freude, Schmerz, Wut, Scham, Ekel, ...)

- Ebene des reinen Bewusstseins (Stille, Liebe, Unendlichkeit, Leere, Raum, Präsenz, das Zuhause in Dir - das was du in Wirklichkeit bist)

 

Es gibt 2 Bewegungen:

 

Bewegung in der Zeit: 

Wenn man es genau betrachtet, dann gibt es nur diesen einen, gegenwärtigen Moment.

In diesem Moment können wir in Gedanken in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen, das ist die Bewegung in der Zeit.

Oder wir benennen und kommentieren in Gedanken innerlich die Gegenwart (mit Vergleichen aus der Vergangenheit), die ohne ein Benennen und Bewerten ganz leer von Informationen ist.

 

Wir Menschen haben es gelernt, die Welt durch die Augen des Verstandes zu betrachten, alles ständig zu kommentieren und so uns ständig in der Zeit zu bewegen. Egal was wir wahrnehmen, gleichzeitig benennen wir dies, machen daraus eine Geschichte oder bewerten dies in irgendeiner Weise.

Wir leben im Verstand, anstatt im Herzen.

Somit ist es klar, dass es fast unmöglich erscheint und wir diese Erfahrung kaum kennen, wenn der Verstand still ist, denn dies können wir nicht einfach machen. Wir können die Gedanken nicht einfach ausschalten. 

 

So sagen wir uns: 'ich kann nicht meditieren, oder dies ist nichts für mich'.

 

Wir sind so mit unseren Gedanken identifiziert, dass es nicht vorstellbar ist, dass man nicht die Gedanken ist. Deshalb braucht es die Erfahrung, das Erkennen, dass Gedanken einfach Gedanken sind und wir das sind, was diese und alles wahrnimmt. Für das Erkennen braucht es die Bewegung in die Tiefe, in das Sein.

 

Bewegung in die Tiefe, in den Moment, in das Sein:

 

Ja, wir können die Gedanken nicht ausschalten.

Doch was wir tun können und dies kann jeder Mensch, ist, die Aufmerksamkeit auf den Körper zu richten.

Anstatt die Geschichten im Kopf endlos weiter laufen zu lassen, können wir dies unterbrechen und anstatt dessen den Körper spüren.

Wir können die Aufmerksamkeit dem Körper schenken und als weiteren Schritt auch den Gefühlen.

Gefühle einfach fühlen, ohne damit etwas zu tun. Es ist etwas völlig anderes, wenn man spürt, ohne darüber nachzudenken, wenn man fühlt, ohne gleichzeitig dies zu bewerten, wenn man etwas anschaut oder hört, ohne gleich diesem Informationen zu geben.

 

Dann hat dies eine ganz andere Qualität, die Qualität des Friedens.

Die Reise nach Innen: in diesen Moment hinein

Deshalb ist der Weg in den Moment, in das Sein so, dass man lernt, die Aufmerksamkeit zurück in den Moment zu bringen. Man hält an. Man reist sozusagen in die Vertikale, in die Tiefe, in die immer feineren Wahrnehmungen des Augenblicks.

 

- Man schenkt die Aufmerksamkeit dem Körper, dem Spüren und schon ist es viel friedlicher innerlich, viel entspannter, viel realer.

 

- Dann schenkt man die Aufmerksamkeit den Gefühlen, die in der Wahrnehmung noch feiner sind und bleibt mit dem Fühlen.

 

- Dann erlebt man innerlich ein Hineinsinken, ein Fallenlassen, dass ganz automatisch erfahren wird und in der Wahrnehmung noch feiner ist, wie das Fühlen und bleibt damit.

 

- So reist man immer tiefer, überlässt sich den Gefühlen und der Erfahrung des Fallens und entdeckt, dass der Verstand plötzlich still geworden ist.

 

-Man entdeckt was da ist, wenn keine Gedanken da sind. Man entdeckt den inneren Raum, die Präsenz, das Sein.

 

Manchmal, anfangs, als eine zeitlich begrenzte innere, tiefere Erfahrung und doch, wenn die Erfahrung tief genug ist, nimmt man plötzlich wahr, dass man selbst dies ist. Dann ist man Zuhause angekommen.

Dies verschwindet dann nicht mehr und doch ist es oft ein Weg der Vertiefung und ein Weg der Integration im Alltag.

 

 





Das machen wir auch mit der Bewusstheitsübung:

 

die innere Haltung von Da-Sein, ohne etwas damit zu tun zu praktizieren und uns der direkten Erfahrung zuwenden.

Klar ist das auch eine Übung des Anhaltens und es kann ein bisschen dauern, bis man sich den Gefühlen bewusst wird und damit bleibt, ohne zurück in Gedanken gegangen zu sein.

Es ist nicht so, dass keine Gefühle da sind, doch man hat gelernt, so sehr in Gedanken zu leben, dass man diese anfangs nicht wahrnimmt.

Indem man sich immer wieder fragt: 'wessen bin ich mir bewusst' oder 'was fühle ich' und damit einfach bleibt, lernt man immer tiefer und feiner in der Wahrnehmung zu werden und auch die Gefühle als Gefühle wahrzunehmen und sie ganz fühlen und aushalten zu können, ohne wieder innerlich davon weggegangen zu sein.

 

So ist es auch mit der Erfahrung des Fallens, Hineinsinkens und Zurücktretens:

anfangs nimmt man dies vielleicht nicht wahr, und doch wenn man Übung darin hat und Gefühle fühlen kann, immer feiner in der Wahrnehmung wird, dann kommt der Moment, wo man auch dies erfährt, ganz von selbst.

 

So ist es auch mit der Erfahrung des Seins. Es ist immer da, und doch ist es so fein in der Wahrnehmung, dass man es nicht wahrnimmt und vergessen hat, dass es dies gibt, weil man immer damit beschäftigt ist, dieses innere Weggehen, das innere Tun aufrechtzuerhalten. Deshalb ist es wie ein Wiederentdecken und das Anhalten erscheint manchmal wie ein aktiver Schritt.

 

 

Deshalb ist es wie eine innere Reise in den Moment hinein, die manchmal in einer Sekunde vollzogen werden kann, und manchmal Jahre (in der Bewegung der Zeit gesehen) dauert, bis sie vollständig vollzogen ist, bis das Anhalten vollständig realisiert wurde.



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